Warsh spricht, die Investoren fliehen
Das dürfte eine der teuersten Pressekonferenzen aller Zeiten gewesen sein. Nach dem Zinsentscheid der Fed war noch alles gut. Zwar war die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung relativ hoch, aber die Mehrheit der Marktteilnehmer war davon ausgegangen, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt. So kam es dann auch.
Problematisch wurde die Pressekonferenz. Zwar bekannte sich Fed-Chef Kevin Warsh zum Inflationsziel von zwei Prozent, er gab aber keine Antwort darauf, wie er es erreichen will. Warsh suggerierte vielmehr, dass es durchaus auch ohne Zinserhöhungen gehen könnte und die Märkte einen Teil der Arbeit durch schärfere Finanzierungsbedingungen erledigen könnten. Er sagte auch nichts zu den drei Abweichlern, die für eine Zinserhöhung gestimmt hatten.