Depot-Update: Chance bei Alphabet

Dem weltweiten Smartphone-Markt drücken Apple und Samsung bislang ihren Stempel auf. Auch die chinesischen Hersteller mischen groß mit. Dazu kommen die Pixel-Geräte von Google. Die werden bislang zum Großteil in China gefertigt. Die Alphabet-Tochter plant, ihre Smartphones ab 2027 nicht mehr in China herstellen zu lassen. Das Topprodukt der Pixel-Reihe wird bereits in Vietnam gefertigt.

Hintergrund für die Abkehr aus China ist Marktexperten zufolge der Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt, den USA und China. Bereits unter US-Präsident Joe Biden gab es Restriktionen, die der Amtsnachfolger Donald Trump noch verschärft hat. Er will verhindern, dass wichtige US-Technik in chinesische Hände gelangt und Peking dadurch die Vormachtstellung der Vereinigten Staaten gefährden könnte. Unabhängig davon plant Google im laufenden Jahr die Pixel-Auslieferungen um acht bis zehn Prozent zu steigern.

Rechenzentren in Finnland

Bei seiner KI-Infrastruktur orientiert sich Alphabet in Richtung Finnland. In den kommenden zwei Jahren will der Konzern mindestens 13 Mrd. Euro in den Ausbau der KI‑Infrastruktur in Finnland investieren – die größte Einzelinvestition des Konzerns in Europa. Das Geld soll in neue Rechenzentren, den Ausbau des Stromnetzes sowie Projekte für saubere Energie und Batteriespeicher fließen, um Dienste wie Gemini, die Google‑Suche, Maps und YouTube zu unterstützen.

Finnland gilt wegen seines kühlen Klimas und großer Mengen kohlenstoffarmen Stroms als idealer Standort für Rechenzentren. Auch andere Tech‑Konzerne wie Microsoft oder ByteDance wollen dort Energie sparen und Klimaziele erreichen. Während der Bauphase soll die Alphabet-Investition rund 3,6 Mrd. Euro zum BIP beitragen und langfristig Tausende Arbeitsplätze sichern.

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