Und wenn der Iran die Straße von Hormus nicht wieder öffnet?

Und wenn der Iran die Straße von Hormus nicht wieder öffnet?
Die Straße von Hormus

US-Präsident Donald Trump ist ein Zocker. Er droht und provoziert, um an sein Ziel zu kommen. Er schreckt auch vor harten, konkreten Maßnahmen nicht zurück. Doch Trump weiß eigentlich immer, wenn er zu weit geht. An den Börsen hat sich dafür das Akronym TACO etabliert. Es steht für „Trump always chickens out“. Man könnte den Spruch übersetzen mit: „Wenn es ernst wird, macht Trump einen Rückzieher.“

Meine vorsichtig optimistische Haltung im Iran-Krieg stützt sich auch darauf. Trump kann kein Interesse an einem langen Krieg haben. Er ist unpopulär bei seinen Wählern und über steigende Benzinpreise freut sich auch in den USA niemand. In den letzten Tagen gab es erste Anzeichen für einen TACO. Trump sprach davon, dass der Krieg schon bald vorbei sei. Die Börsen stürzten sich auf die gute Nachricht, die Kurse steigen wieder. In den USA liegt der Nasdaq-Index quasi auf dem Niveau vor Ausbruch des Iran-Kriegs, der Ölpreis ist wieder ein ganzes Stück von seinem Hoch gefallen.

Doch was ist, wenn der Iran den TACO nicht essen will?