Nach einer Woche hält das neue Börsenjahr die erste wichtige Lektion bereit

Nach einer Woche hält das neue Börsenjahr die erste wichtige Lektion bereit
Quelle: Imago

Ein ruhiger Start ins Börsenjahr – schön wär’s! Die Ereignisse in Venezuela bewegen die Welt und natürlich auch die Finanzmärkte. Besonders die Frage, wie es mit den gewaltigen Ölvorräten des Landes weitergeht, beflügelte übers Wochenende die Fantasie der Anleger. Donald Trump hatte bei seiner Pressekonferenz am Samstag die Richtung vorgegeben.

„Wir werden das Öl zurückholen, das wir längst hätten zurückholen sollen“, sagte Trump. „Da kommt eine Menge Geld aus dem Boden.“ Man werde „unsere großen Ölkonzerne nach Venezuela schicken, damit sie Milliarden von Dollar investieren, die stark beschädigte Infrastruktur – die Ölinfrastruktur – reparieren und damit beginnen, Geld zu verdienen.“

Die Schlussfolgerung für Anleger schien einfach: Steigt die Förderung in Venezuela, wächst das Ölangebot. Der Preis fällt. Die Gewinner sind US-Ölkonzerne, allen voran Chevron. Der Ölgigant ist derzeit das einzige große US-amerikanische Ölunternehmen in Venezuela und scheint damit prädestiniert, bei der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung des Landes eine entscheidende Rolle zu spielen.

Entsprechend startete die Börse am Montag: Der Ölpreis fiel, die Aktie von Chevron schoss in die Höhe. Auch der Kurs von Exxon legte stark zu.

Doch im Laufe des Tages drehte die Stimmung. Die Aktien der Ölkonzerne gaben einen Großteil ihrer Gewinne wieder ab, und am Ende stand der Ölpreis sogar höher als zum Handelsstart.

Erst fiel der Öl-Preis, dann zog er an
Die Aktie von Chevron startete fast zehn Prozent im Plus, im Laufe des Handelstages schmolzen die Gewinne