Einzigartige Rohstoff-Chancen bei Seltene Erden

Einzigartige Rohstoff-Chancen bei Seltene Erden

Der Kampf um die wichtigen Seltenen Erden tobt weiter. Während Australien aktiv versucht, chinesische Investoren aus australischen Rohstoffunternehmen zu drängen, treiben die USA ihre Übernahmeversuche voran. Auf beiden Seiten des Pazifiks investieren Länder Milliardensummen in den Aufbau strategischer Reserven. Seltene Erden werden geopolitisch immer wichtiger – und damit auch die Unternehmen, die sie abbauen und verarbeiten. MP Materials ist eines von ihnen.

MP Materials (ISIN US5533681012) hat bereits 2017 mit dem Bergbau in Mountain Pass im US-Bundesstaat Kalifornien begonnen. Ein Jahr später verkaufte das Unternehmen bereits Seltenerd-Konzentrate und 2019 trug es nach eigenen Angaben 15 Prozent zur weltweiten Seltenerdoxid-Produktion bei.

MP Materials gibt dazu an, dass die Mine in Mountain Pass eines der „reichsten und wichtigsten“ Vorkommen von Seltenen Erden weltweit führt. Als die „einzige Anlage ihrer Art in der westlichen Hemisphäre“ kombiniert Mountain Pass Bergbau, Mahlen, Trennung, Verarbeitung und Endbearbeitung sowie die Lieferung von Seltenen Erden.

Zu den verarbeiteten Produkten gehören:

  • Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr): Rohstoff für die Herstellung von Permanentmagneten
  • Neodym-Praseodym-Metall (NdPr): Ebenfalls ein Schlüsselbestandteil für die Produktion von Magneten
  • Lanthancarbonat ($\text{La}_2(\text{CO}_3)_3$): Wichtiger Rohstoff für Fluid Catalytic Cracking, das höherwertige Treibstoffe erzeugt
  • Magnete
  • Schwere Seltene Erden

Rekorde bei Seltenerd-Unternehmen

Die letzten Quartalszahlen sprechen für MP Materials. Beim Neodym-Praseodym erreichten sowohl die Produktion (plus 63 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum) als auch die Verkäufe (plus 117 Prozent) neue Rekorde. Die Seltenerdoxid-Produktion stieg um sechs Prozent auf knapp 13.000 Tonnen. MP Materials übertraf die Erwartungen von Analysten bei Weitem und erzielte 90 Millionen US-Dollar Gewinn, statt der vorhergesagten 70 Millionen.

Darüber hinaus haben die US-Regierung und der Tech-Gigant Apple ihre Augen auf MP Materials geworfen. Anfang Juli 2025 schloss MP Materials eine Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium: Die Behörde erwarb Vorzugsaktien des Unternehmens im Wert von 400 Millionen US-Dollar und wurde zum größten Anteilseigner.

Die Mittel sollen dem Ausbau der Verarbeitungskapazitäten in Kalifornien dienen. Darüber hinaus hat sich MP Materials an Apple gebunden und einen Vertrag über 500 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Dabei ging es um die Seltenerd-Produktion und spezielle Magnetlieferungen für Apple-Geräte.

Banken stufen MP-Erwartungen hoch

Die Börse setzt entsprechend wachsende Hoffnungen in MP Materials. Verglichen mit Juni 2025 steht der Börsenkurs mit 113 Prozent im Plus. Der Aktienpreis liegt bei 50,90 Euro. Für 2026 wird ein KGV von 247,93 erwartet und ein Gewinn pro Aktie von 0,23 US-Dollar.

Mehrere Investmentbanken heben die Kursziele an. Unter anderem stuft Goldman Sachs MP Materials von 71 auf 80 US-Dollar hoch. Morgan Stanley hebt das Kursziel von 62 auf 70 US-Dollar an.

Seltene Erden als Risiko-Investment

Anleger sollten allerdings darauf achten, dass alle Investments in Rohstoffunternehmen und in Seltene Erden vergleichsweise riskant sind. Chinesische Exportbeschränkungen und andere politische Entscheidungen haben einen enormen Einfluss auf die Branche. Entsprechend volatil bewegen sich die Kurse.

Gleichzeitig aber tritt der Westen zunehmend in eine Phase ein, in der solche Rohstoffunternehmen aktiv gestützt werden. Die USA haben bereits eine Preisuntergrenze ins Spiel gebracht, die chinesisches Dumping bei bestimmten Rohstoffen verhindern soll. Industriestaaten wie Deutschland, Kanada und Australien unternehmen größere Anstrengungen, um Abkommen abzuschließen.

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