Ein Wechsel im Dax kündigt sich an

Ein Wechsel im Dax kündigt sich an
Quelle: Getty

Ein Comeback steht bevor: Nach Berechnungen der Deutschen Bank könnte die Lufthansa im März wieder den Sprung in den Dax schaffen. Die Aktie war über 30 Jahre lang Teil des Dax. Als währen der Corona-Pandemie der Kurs einbrach und der Börsenwert fiel, musste sie den deutschen Leitindex verlassen.

Nun ist das Unternehmen im Aufwind. In den ersten neun Monaten des vergangenen Geschäftsjahres (die Zahlen für das gesamte Jahr 2025 sind noch nicht veröffentlicht) erzielte die Lufthansa einen Umsatz von 28,1 Milliarden Euro (plus 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum), der Gewinn (bereinigtes Ebit) betrug 2,2 Milliarden Euro (plus 47 Prozent). Der Aktienkurs stieg in den letzten zwölf Monaten um knapp 35 Prozent. Der Börsenwert liegt bei rund elf Milliarden Euro.

Die Fast-Entry-Regel als Chance

Die Lufthansa befindet sich damit aktuell auf Platz 33 der wertvollsten deutschen Unternehmen und käme daher nach den Regeln des Indexbetreibers STOXX für den sogenannten Fast Entry in den Dax infrage. In diesem Fall müsste voraussichtlich Zalando den Index verlassen. Aber auch Scout24 oder die Porsche Holding könnte es treffen - je nachdem, wie sich die Kurse weiterentwickeln. Der entscheidende Stichtag ist der 4. März. Am 23. März treten dann die Änderungen in Kraft.

Die Gewichtung der Branchen im Dax würde sich durch den Wechsel kaum verändern

Folgen für die Aktie

Ein Dax-Aufstieg hätte kurzfristig spürbare Auswirkungen auf die Aktie. Fonds, die den Index abbilden, müssten entsprechend umschichten. Die Deutsche Bank schätzt, dass Dax-ETFs Lufthansa-Aktien im Wert von rund 130 Millionen Euro kaufen müssten. Auf der anderen Seite würden MDax-ETFs sich von der Aktie trennen. Hier schätzt die Deutsche Bank das Volumen auf 270 Millionen Euro.

Nicht vergessen: Heute Abend gibt es das nächste Webinar bei "Money + Mind". Dieses Mal dabei: Alan Galecki. Er wird eine interessante Aktie vorstellen. Eine Aufspaltung könnte hier Kurspotential freisetzen. Los geht es um 18 Uhr. Hier ist der Einwahllink.

Die Analysten der Deutschen Bank schätzen, dass die Lufthansa-Aktie von dem Aufstieg durch eine höhere Sichtbarkeit profitieren dürfte. Insgesamt sind sie für den Reise- und Freizeitsektor zuversichtlich gestimmt. In der Studie heißt es:

„Wir erwarten für das Jahr 2026 deutlichen Rückenwind für den Sektor, getrieben durch eine robuste globale Reisenachfrage, insbesondere in Europa. Steigende Flugpreise und moderate Gewinnerwartungen des Marktes für 2026 (prognostiziertes Wachstum von 8 %) bieten viel Raum für positive Überraschungen. Eine sich verbreiternde wirtschaftliche Erholung in der Eurozone und die Verschiebung der Konsumausgaben hin zu Erlebnissen stärken die Ausgabenbereitschaft zusätzlich. Trotz dieser Faktoren bleiben die Bewertungen moderat (ein Abschlag von 22 % gegenüber dem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis der letzten zehn Jahre, bereinigt um die Covid-Phase).“

Wichtige Termine in dieser Woche

  • Aus dem S&P 500 berichten 57 Unternehmen, darunter Palo Alto Networks, Booking Holdings, Walmart, Deere & Company und Moody’s.
  • Aus dem STOXX600 berichten 65 Unternehmen, darunter Airbus, Air Liquide, Antofagasta, Danone, Nestlé, Pernod Ricard, CRH, Glencore und Rio Tinto.
  • Am Freitag werden in den USA die persönliche Konsumausgaben (PCE) für den Dezember veröffentlicht. Das von der US-Notenbank bevorzugte Maß für den zugrunde liegenden Preisdruck, die PCE Kernrate, dürfte im Dezember leicht von 2,8 auf 2,9 Prozent gestiegen sein. Die jährliche PCE Gesamtrate sollte mit 2,8 Prozent auf dem Niveau des Vormonats bleiben
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