Mitten im Absturz der Tesla-Aktie verpufft neue Hoffnung
Tesla setzt seine Negativserie fort: Die Aktie fiel in dieser Woche um weitere 3,2 Prozent und verbucht damit bereits die achte Woche mit Verlusten am Stück. Seit Jahresbeginn liegt das Minus bei rund 22 Prozent. Investoren suchen dringend nach neuen Katalysatoren, um den Kurs wieder in Schwung zu bringen.
Technologische Fortschritte wie die dritte Generation des Optimus-Roboters oder Neuigkeiten zum Robotaxi lassen weiter auf sich warten.
Zwar erreichte das Cybercab im ersten Quartal das Produktionsziel, doch der Verkaufsstart bleibt ungewiss und auch die Robotaxi-Dienste in Austin und San Francisco fahren weiterhin nur mit Sicherheitsfahrern. Währenddessen expandiert Wettbewerber Waymo mit vollautonomen Fahrten und neuen Servicegebieten.
Auf der Automobilseite berichtete Reuters, dass Tesla die Entwicklung eines günstigeren Elektro-SUV prüft und bereits Gespräche mit Zulieferern führt – konkrete Produktionspläne gibt es jedoch noch nicht. Neue Modelle könnten dringend benötigte Wachstumsimpulse liefern, zumal die weltweiten Auslieferungen im ersten Quartal mit 358.023 Fahrzeugen nur leicht über dem Vorjahr lagen. Weitere Details zu Geschäftsentwicklung und potenziellen Katalysatoren erwartet der Markt am 22. April mit der Vorlage der Quartalszahlen.
Technische Analyse der Tesla-Aktie von index-radar.de

Tesla hat in den letzten 12 Monaten die Anleger auf eine nervenaufreibende Reise geschickt: Nach einem kraftvollen Anstieg bis auf 475 US-Dollar zum Jahreswechsel folgte ein markanter Rückschlag, der die Aktie bis Anfang April 2026 auf 349 US-Dollar drückte.
Trotz dieser jüngsten Schwäche steht Elon Musks Unternehmen mit einem Zuwachs von rund 37 Prozent auf Jahressicht besser da als der Nasdaq 100, der im selben Zeitraum um 31 Prozent zulegte. Unsere Daten belegen, dass der übergeordnete Trend aktuell klar abwärtsgerichtet ist und der Verkaufsdruck zuletzt deutlich zugenommen hat – der aktuelle Kurs liegt bei 345 US-Dollar.

Technisch betrachtet steht die Aktie aktuell unter ihrer 200-Tage-Durchschnittslinie, die bei 397 US-Dollar verläuft – ein Abstand von über 50 US-Dollar signalisiert deutlichen Gegenwind. Die Durchschnittslinie selbst hat zuletzt die Richtung gewechselt und zeigt nun klar nach unten, was den Abwärtstrend untermauert. Unsere Modelle zeigen, dass kurzfristig keine nachhaltige Trendwende in Sicht ist.
Für die kommenden vier Wochen rechnen wir mit weiteren Verlusten: Die Prognose sieht den Kurs im Bereich zwischen 280 und 354 US-Dollar, was einen möglichen Rückgang um bis zu 19 Prozent bedeutet. Der wahrscheinlichste Korridor liegt damit spürbar unter dem aktuellen Niveau. Wer auf eine rasche Erholung setzt, dürfte sich in Geduld üben müssen.