Die wahre Gefahr im Bärenmarkt ist nicht der Absturz
Beim Scrollen auf LinkedIn ist mir ein Post mit diesem Chart des Nasdaq ins Auge gefallen. Er zeigt das Platzen der Dotcom-Blase nach der Jahrtausendwende. Wobei: Platzen ist eigentlich das falsche Wort. Es gab nicht den Knall und auf einmal stand der Aktienmarkt fast 80 Prozent tiefer bei 1114 Punkten. Das Platzen war vielmehr ein Runtersegeln, das sich über fast zwei Jahre hinzog.
Warum sage ich segeln? Weil es immer wieder beträchtliche Aufwinde gab. Es gab zwischendrin mehrere starke Rallys von zwölf bis 45 Prozent. An einem einzigen Tag (3. Januar 2001) gewann der Nasdaq-Index sogar einmal knapp 14 Prozent (!), als die Fed zur allgemeinen Überraschung die Zinsen senkte.
Die Rallys richteten wahrscheinlich mehr Schaden an als der Crash. Denn jede davon sah wie der Tiefpunkt aus, jede zog frisches Geld von einer Generation an, die durch die Jahre 1995 bis 1999 darauf geprägt war, dass das Kaufen bei Kursschwächen immer funktionierte, und jede liquidierte dieses Geld zu niedrigeren Kursen.
Wo stehen wir aktuell?