Die Tyrannei des Sichtbaren

Die Tyrannei des Sichtbaren

Es müsste doch eigentlich so einfach sein. Buchläden und Social-Media-Feeds sind voll von Erfolgsstorys. Wir lesen Geschichten und sehen Bilder von Leuten, die es scheinbar problemlos geschafft haben, ihr Leben umzukrempeln und ihre Ziele zu erreichen. Unwillkürlich stellt sich ein Gefühl der Unzufriedenheit ein. Warum schaffen die das? Und warum schaffe ich es nicht? Was mache ich falsch? In solchen Momenten sieht man nicht mehr, was man selbst bereits erreicht hat. Man starrt nur noch auf das, was fehlt. The grass always looks greener on the other side.

Die unsichtbaren Verlierer

Aus dieser Spirale der Unzufriedenheit zu entkommen, ist schwer. Was jedoch hilft, ist, die beiden psychologischen Prinzipien zu verstehen, die diese Spirale antreiben. Das erste ist der Survivorship Bias (Überlebensirrtum). Wir sehen immer nur die Sieger, niemals die Verlierer.