Die Misere der deutschen Autobauer in Bildern
Die Zahlen, die die deutschen Autobauer fürs erste Quartal präsentierten, hatten es in sich:
- Bei BMW ging der Umsatz um sieben Prozent auf 27,1 Milliarden Euro zurück im Vergleich zum Vorjahresquartal und der Gewinn um 23,1 Prozent auf 1,67 Milliarden Euro.
- Mercedes meldete einen Umsatzrückgang von fünf Prozent auf 31,6 Milliarden Euro. Der Gewinn fiel um 17 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro.
- Volkswagen teilte mit, dass der Umsatz um zwei Prozent auf 75,7 Milliarden Euro fiel und der Gewinn um 14,3 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
Echte Besserung ist nicht in Sicht. Mit radikalen Sparprogrammen kämpfen Mercedes und VW gegen die Krise. Offiziell bekannt ist bei VW bereits, dass die Kosten bis 2028 um 20 Prozent sinken sollen und die Produktionskapazität um eine Million Fahrzeuge. Wie das „Manager Magazin“ berichtet, könnten die Pläne aber noch weiter gehen. Die Zukunft von vier Werken ist unsicher, die Investitionen könnten um rund 30 Milliarden Euro sinken, im Topmanagement wird womöglich ordentlich aussortiert. Mercedes wiederum will fünf Milliarden Euro in diesem Jahr einsparen.
Die Deutsche Bank hat hierzu ein paar sehr interessante Grafiken zusammengestellt. Sie helfen, die aktuelle Lage besser einzuordnen.
Produktionsverlagerung

Eigentlich geht es mit der Produktion in Deutschland schon seit gut zehn Jahren abwärts. Parallel dazu haben die deutschen Hersteller im Ausland Kapazitäten aufgebaut, vor allem in China.
Steigender E-Auto-Anteil

Die Zahl der Neuzulassungen von Diesel und Benzinern sinkt seit Jahren. E-Autos gewinnen dagegen an Bedeutung. Die Abkürzung BEV steht für "Battery Electric Vehicle", die Abkürzung PHEV für "Plug-in Hybrid Electric Vehicle". Auch weltweit sinkt der Anteil an Verbrennern.

Das Problem China

Unter den großen Märkten USA und EU (zusammen mit Großbritannien) ist China der Markt mit dem stärkstem Wachstum. Der Anteil an den weltweiten Verkäufen liegt inzwischen bei 30 Prozent. Allein: Die deutschen Hersteller profitieren davon kaum. Die Exporte gehen seit Jahren zurück, während die Konkurrenz aus China wächst. Starkes Wachstum zeigt in China vor allem der E-Auto-Bereich.

Luxusstrategie verschafft Zeit

Fast drei Viertel der im Jahr 2025 in Deutschland hergestellten Autos gingen in den Export. Die Zahl der Autos fällt allerdings seit Jahren. Gleichwohl legt der Wert dank Preiserhöhungen und besserer Ausstattung zu.