Wie Anleger schon jetzt in SpaceX investieren können
In der Finanzwelt wird immer intensiver darüber spekuliert, dass SpaceX in diesem Jahr an die Börse gehen könnte. Die Erwartungen sind gigantisch: In Medienberichten kursieren Zielbewertungen bis in den Billionenbereich. Das würde SpaceX in die Spitzengruppe der wertvollsten Konzerne der Welt rücken.
Für Privatanleger gibt es ein Problem: Es ist fast unmöglich, bei solchen Börsengängen zum Zuge zu kommen. Privatanleger müssen stattdessen auf den ersten Kurs warten. Sie haben dann das Nachsehen, wenn der Kurs, wie es bei begehrten Aktien häufig der Fall ist, direkt in die Höhe schießt.
Nun gibt es aber die Möglichkeit, beim Börsengang von SpaceX indirekt dabei zu sein. Der Grund: Es gibt eine börsennotierte Firma, die Anteile an SpaceX hält. Der Name: EchoStar (ISIN: US2787681061). Dabei handelt es sich um ein US-amerikanisches Telekommunikationsunternehmen mit Sitz in Englewood, Colorado. Im Herbst vergangenen Jahres verkaufte EchoStar große Teile seines Frequenzspektrums für rund 20 Milliarden Dollar an SpaceX. SpaceX will sie für die Weiterentwicklung von Starlink nutzen.
Cleverer Deal
Der Clou des Deals: SpaceX zahlte einen Teil der Summe mit eigenen Aktien. Die genaue Höhe ist nicht bekannt. Schätzungen gehen von einem Wert der EchoStar-Beteiligung in Höhe von 11,1 Milliarden Dollar aus, was etwa 2,6 Prozent des Unternehmens entsprechen könnte – je nach Bewertungszeitpunkt. Der EchoStar-Aktie gab dieser Deal einen riesigen Push, wie Du hier am Kurs sehen kannst. Sie ist zu einer Wette auf einen erfolgreichen Börsengang von SpaceX geworden.

Das Investment ist natürlich riskant. Ob der Börsengang tatsächlich kommt, in welchem Umfang und ob die erhoffte Bewertung erzielt wird, ist völlig offen. Aber als spekulative Position, um am Hype rund um SpaceX zu partizipieren, kann ein Kauf spannend sein – zumal die Aktie im Zuge der Grönland-Krise wieder etwas runtergekommen ist.
Wie sich Anleger noch an SpaceX beteiligen können
Es gibt noch eine andere Möglichkeit, um in SpaceX zu investieren. Der Musk-Konzern ist – wie die TikTok-Mutter ByteDance, die Neobank Revolut und der Zahlungsdienstleister Stripe – Teil des Portfolios des Scottish Mortgage Investment Trust (ISIN: GB00BLDYK618).
Die Investmentgesellschaft existiert seit über einem Jahrhundert, ihre Aktie wird an der Londoner Börse gehandelt und ist auch für deutsche Privatanleger problemlos kaufbar. Der Trust investiert nicht nur in bekannte Tech-Aktien, sondern seit Jahren gezielt in Unternehmen vor dem Börsengang. Damit ermöglicht er indirekten Zugang zu Wachstumsfirmen, die für Privatanleger sonst oft nur schwer oder gar nicht zugänglich sind.
Warum dieser Trust bei Tech-Investoren Kultstatus hat
Hinter dem Scottish Mortgage Investment Trust steht der schottische Vermögensverwalter Baillie Gifford. Die Investmentfirma gilt als einer der bekanntesten langfristig orientierten Wachstumsinvestoren. Baillie Gifford war in der Vergangenheit früh an mehreren späteren Tech-Giganten beteiligt – nicht zuletzt, weil sie früh bei späteren Giganten wie Amazon, Tesla, Nvidia oder Meta investiert war.
Das Besondere: Baillie Gifford ist selbst nicht börsennotiert und arbeitet als unabhängige Partnerschaft. Kurzfristige Renditeziele spielen eine geringere Rolle als langfristige Überzeugungen. Entsprechend lang ist der Atem – und hoch die Risikobereitschaft bei Zukunftstechnologien.
Für Anleger wichtig: Der Trust ist transparent, veröffentlicht seine Beteiligungen regelmäßig und kostet mit laufenden Gebühren von rund 0,3 Prozent pro Jahr kaum mehr als ein ETF.
SpaceX ist aber nur eine Position unter vielen. Wer investiert, setzt nicht allein auf Musk, Raketen und Starlink, sondern auf ein ganzes Bündel an Zukunftswetten aus KI, Fintech und Plattformökonomie.