Wenn da nicht die Anleihenmärkte wären...

Passend zu den sommerlichen Temperaturen scheint auch der Aktienmarkt wenig Lust auf Bewegung und Anstrengung zu haben. Ich bin zurück aus meinem Urlaub. Mit Blick auf die Märkte hat sich in den vergangenen zwei Wochen eigentlich relativ wenig getan. Es herrscht eine fast schon unwirkliche Entspanntheit. Der Volatilitätsindex VIX steht so tief wie noch nie in diesem Jahr.

Gleichzeitig stehen die Kurse dank sehr guter Gewinne auf Rekordniveau – selbst wenn man die Tech-Aktien ausklammert.

Auch Gold scheint seine Schwächephase überwunden zu haben. Seit Anfang des Monats ist der Preis um fast zehn Prozent gestiegen. Die Marke von 4500 Dollar ist wieder in Reichweite. Es scheint, als hätte der Markt sein Urteil über Fed-Chef Kevin Warsh gefällt: Der neue Mann an der Spitze ist nicht der Falke, der er vorgibt zu sein. Ich hatte ja kurz vor meinem Urlaub über die Enttäuschung und Irritationen geschrieben, die Warshs Pressekonferenz nach dem jüngsten Zinsentscheid ausgelöst hatte. Viel Gerede, wenig Substanz, kein klarer Plan, wie er das Inflationsziel erreichen will.

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