Schweiz sagt Nein zu Bitcoin-Reserve: Was bedeutet das für Anleger?
Es klang nach einer Sensation: Die Schweiz – Heimat des „Crypto Valley" in Zug und eines der weltweit aktivsten Krypto-Standorte – sollte per Verfassungsänderung ihre Notenbank dazu verpflichten, Bitcoin neben Gold zu den Währungsreserven zu zählen. Anfang Mai 2026 ist die Initiative offiziell gescheitert. Den Initiatoren gelang es in 18 Monaten nicht, die 100.000 Unterschriften für eine Volksabstimmung zu sammeln. Sie kamen nur auf rund die Hälfte.
Für Anleger ist das mehr als eine Randnotiz. Es zeigt, an welchem Punkt Bitcoin im westlichen Finanzsystem wirklich steht – und wo nicht.
Warum das Scheitern wenig überrascht
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte den Vorschlag von Beginn an abgelehnt. Ihre Begründung: Bitcoin sei zu volatil und der Markt zu wenig liquide, um Teil der Währungsreserven einer Zentralbank zu sein. Befürworter halten dagegen: Bitcoin wird täglich für zweistellige Milliardenbeträge gehandelt. Von Illiquidität könne keine Rede sein.
Beide haben in Teilen recht – meinen aber Unterschiedliches. Zentralbankreserven sind kein Renditeportfolio. Sie sollen in der Krise verlässlich funktionieren, im Idealfall noch dann, wenn alles andere wackelt.