Wer hat Lust auf TACOs?
Auf einmal scheint die ganze Aufregung um Grönland wie der berühmte Sturm im Wasserglas. US-Präsident Donald Trump poltert und droht, versetzt Märkte und Hauptstädte in Panik – und lässt es am Ende doch nicht zum Äußersten kommen. Ein klassischer Fall von TACO, wie er auch schon im vergangenen Jahr zu sehen war. Die Abkürzung steht für „Trump Always Chickens Out“, zu deutsch etwa: Trump kneift, wenn es ernst wird.
Kein Wort ist mehr davon zu hören, dass die USA unbedingt Grönland besitzen müssen, um den Weltfrieden zu sichern. Auch die Zölle sind vom Tisch, nachdem Trump und Nato-Generalsekretär Rutte eine Vereinbarung getroffen haben, die auch ohne das ganze Tamtam wohl möglich gewesen wäre. Denn was zu dem „Framework“ zu lesen ist, klingt alles sehr vernünftig. Die USA dürfen ihren „Golden Dome“ bauen, die Nato verstärkt ihre Präsenz, China und Russland bleiben außen vor.
Die Märkte reagierten auf die Einigung mit großer Erleichterung. Ein Großteil der Verluste der vergangenen Tage wurde wieder ausgeglichen (siehe Grafik). Also viel Lärm um nichts?