Iran-Krieg und die Folgen: Diese Charts solltest du kennen...
Wie du vielleicht weißt, liebe ich Grafiken. Sie machen auf einem Blick Entwicklungen und Zusammenhänge deutlich, für die man sonst viele Worte braucht. Ich habe in den vergangenen Tagen ein paar interessante Grafiken gesehen, die ich mit Dir teilen möchte. Sie helfen, die aktuelle Situation zu verstehen und regen zum Nachdenken an. Jetzt aber genug der Worte!
Eigentlich wie immer...

Schaut man auf die Berichterstattung in den vergangenen Wochen zum Iran-Krieg, ist es schon überraschend, dass die Entwicklung des S&P 500 sich gar nicht so sehr von vergangenen Krisen unterscheidet. Der Dip war zwar etwas heftiger, dafür die Erholung umso schneller. Inzwischen bewegt sich der S&P 500 wieder im historischen Schnitt.
Öl fällt, bleibt aber teuer

Die Märkte gehen davon aus, dass der Öl-Preis bis Jahresende um die 80 Dollar kosten wird. Das ist deutlich weniger als aktuell, aber noch immer mehr als vor Beginn des Krieges.
Die unmittelbaren Folgen des Krieges und der Blockade der Straße von Hormus zeigen sich an den jüngsten Daten der Internationalen Energieagentur. Die Golfstaaten brachten im März deutlich weniger Öl auf den Markt als noch im Februar.

Wachstumsaussichten gesenkt

Die Folgen des Iran-Kriegs dürften deutliche Spuren in der Konjunktur hinterlassen. Der IWF hat in seinem jüngsten Ausblick die Prognosen gesenkt. Wie stark sich ein schwächeres Wachstum auf die Gewinne der Unternehmen auswirkt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Enttäuschende Zahlen und Ausblicke bergen Rückschlagpotenzial für zyklische Aktien.
Sind US-Aktien wieder günstig?

Aus Sicht der Teilnehmer an der Umfrage der Bank of America sind US-Aktien so billig wie seit Jahren nicht. Vielleicht erklärt das auch den steilen Anstieg des S&P 500 in den vergangenen Tagen. Das Shiller-KGV sagt aber etwas anderes über die Bewertung der Aktien: Etwas billiger, aber nicht wirklich billig...

Schafft Donald Trump die Wende?

Im November stehen die Zwischenwahlen in den USA an. Die Umfragewerte für Donald Trump sind schlecht, wozu nicht zuletzt der steigende Benzinpreis im Zuge des Iran-Kriegs beigetragen hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Demokraten zumindest die Mehrheit in einem der beiden Häuser erobern können, ist hoch. Zumindest an Wettbörsen wie Polymarket setzen immer mehr Anleger darauf.
