Die Wall Street hasst diese Aktie - das ist die große Chance
Während die Wall Street das Geschäft abgeschrieben hat und massiv gegen die Aktie wettet, bahnt sich hinter den Kulissen bei diesem Unternehmen eine fundamentale Kehrtwende an. Mit einer schlagkräftigen Kombination aus einer sanierten Bilanz, attraktiven Vermögenswerten und einem hochgradig explosiven „Short Squeeze“-Potenzial könnte dieser vermeintliche Ladenhüter bald zu einem der spannendsten Comebacks des Jahres werden. Die Details erläutert Alan Galecki aus dem "Money + Mind"-Expertenteam.
Alan schlägt die Aktie von Kohl's vor, da er sie als eine „Sondersituation“ mit verschiedenen Treibern betrachtet, die den Anlegern auch unabhängig von der Entwicklung der großen Indizes Freude bereiten könnte. Hier sind die wesentlichen Gründe für seine These:
- Unterbewertetes Immobilienvermögen: Das Unternehmen fungiert laut Alan fast wie ein „Immobilienimperium mit angeschlossenem Kaufhausgeschäft“. Kohl's besitzt den Großteil seiner über 1.100 Filialen selbst, die sich zudem in attraktiven Lagen befinden. Das Immobilien- und Landvermögen wird in den Büchern konservativ auf über 9 Milliarden US-Dollar geschätzt, während die Marktkapitalisierung des Unternehmens bei nur etwa 1,3 Milliarden US-Dollar liegt.
- Stärkere Bilanz und Liquidität: Die Bilanz hat sich deutlich verbessert. Die Lagerbestände wurden um fast ein Drittel reduziert, was weniger gebundenes Kapital bedeutet. Zudem sind die langfristigen Finanzschulden gesunken, und das Unternehmen verfügt wieder über liquide Mittel.
- Operative Verbesserungen und Kehrtwende: Nach dem Austausch des Managements werden frühere Fehler korrigiert, wie etwa die Auslistung beliebter Eigenmarken. Das „Shop-in-Shop“-Modell mit Sephora hat zudem für eine Wachstumsbelebung gesorgt.
Die eigentlich interessante Chance bei Kohl's besteht für Alan jedoch in einem Short Squeeze. Denn die Aktie ist mit 26 % ihres Bestandes leerverkauft, was sie zu einem der am stärksten geshorteten Werte macht. Dieser Pessimismus ist laut Alan inzwischen „überzogen“.
- Der Auslöser (Trigger): Da sich die fundamentale Lage durch das neue Management, verbesserte Bruttomargen und eine solidere Bilanz (mehr Barmittel, weniger Schulden) aufhellt, wird es für Short-Seller immer schwieriger, ihre Leerverkaufs-Positionen zu rechtfertigen.
- Der Mechanismus des Squeeze:
- Sollte das Unternehmen positive Nachrichten liefern – etwa durch Aktienrückkäufe oder die Erstattung zu Unrecht erhobener Zölle –, müssten die Short-Seller ihre geliehenen Aktien zurückkaufen, um ihre Wetten zu schließen.
- Alan weist darauf hin, dass die Short-Seller aufgrund der durchschnittlichen Handelsvolumina der letzten Wochen über eine Woche Zeit bräuchten, um ihre Positionen komplett zu decken.
- Dieser massive, erzwungene Kaufdruck („Covering“) bei gleichzeitig begrenztem Angebot würde den Aktienkurs nach oben treiben.
- Die Verstärkung durch das Management: Wenn das Unternehmen selbst als Käufer auftritt – etwa durch ein angekündigtes Aktienrückkaufprogramm (besonders bei einer günstigen Bewertung von 0,3 auf das Kurs-Buchwert-Verhältnis) –, würde dies den Druck auf die Short-Seller massiv erhöhen.
Zusammenfassend sieht Alan hier eine Asymmetrie: Da die Bewertung basierend auf dem reinen Immobilienwert bereits extrem niedrig ist, besteht nach unten ein gewisser „Boden“, während nach oben durch die Kombination aus operativer Erholung und dem erzwungenen Eindecken der Short-Seller ein erhebliches, explosives Kurspotenzial besteht.
Alan räumt jedoch ein, dass es sich nicht um eine Wachstumsgeschichte handelt und Risiken bestehen, wie etwa die Abhängigkeit von der allgemeinen Konsumlaune, die starke Konkurrenz und die Gefahr, dass stille Reserven nicht wie erhofft realisiert werden.