Das wahre Glück in der finanziellen Freiheit

Das wahre Glück in der finanziellen Freiheit

Der Traum von der finanziellen Freiheit – auch ich habe ihn. Jeden Monat spare ich dafür. Wobei: Ich sehe es nicht unbedingt als Sparen. Für das Geld kaufe ich mir eine wachsende Unabhängigkeit. Die Sparsumme könnte durchaus höher sein. Aber ich will auch jetzt mein Leben genießen, Erfahrungen machen und nicht alles auf später verschieben. Das Dilemma dabei ist: Jeder gesparte Euro vermehrt sich dank des Zinseszinseffekts; auf der anderen Seite sind wir jeden Tag unserem Tod einen Schritt näher.

Aber unabhängig davon: Wie ist es eigentlich, in finanzieller Freiheit zu leben? Diese Frage konnte ich Sebastian Dao stellen. Er ist 41 Jahre alt und hat vor einem Jahr seinen Job aufgegeben. Den Weg in die finanzielle Freiheit ebnete ein etwas ungewöhnliches Investment. Dao investierte nicht in Aktien oder Wohnimmobilien, sondern in Garagen und Parkplätze. Dao besitzt über 100 davon. Auf die Idee kam er, als er seine erste Garage einem Bekannten abkaufte. Sie war für 50 Euro im Monat vermietet. Dao zahlte dafür 2.500 Euro. Bei Mieteinnahmen von 600 Euro im Jahr ist das eine Rendite von fast 25 Prozent.

Dao erzählte sehr offen von seinem neuen Leben und was sich geändert hat. Hier kannst du dir das Gespräch anhören. Wichtige Aussagen habe ich dir zum Nachlesen zusammengefasst.

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Sebastian Dao: Mein Leben in finanzieller Freiheit
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  • „Wenn ich an meine Arbeitszeit denke, da denke ich vor allem an die viele Verantwortung, die vielen Checklisten, immer unfertig ins Bett zu gehen. Ich konnte damit umgehen, das war kein Problem. Aber was ich verloren habe, war: Ich bin zu Hause und meine Kinder reden mit mir und ich bin auch da. Aber doch bin ich nicht da. Jetzt nehme ich jeden Moment, jeden Wimpernschlag, jedes Lächeln meiner Kinder, jede Erfahrung, die man aus ihren Augen ablesen kann – die nehme ich jetzt einfach bewusst wahr. Und das ist – das muss man auch erst mal wieder lernen, das hinzubekommen. Das halte ich für das größte Geschenk überhaupt.“
  • „Ich neige dazu, gerne zu helfen und bereitzustehen. Und ich merke natürlich, dass die Menschen jetzt um mich herum kein schlechtes Gewissen haben müssen, meine Zeit in Anspruch zu nehmen. Ich liebe es, Menschen zu helfen und sie auf ihrem Weg zu unterstützen.“
  • „Ich glaube, jedem geht es so, dass er sich über Geschenke freut. Aber die Freude, das Freudeempfinden, das Glücksempfinden, etwas zu verschenken, ist viel, viel höher. Und wer das für sich erkennt und sagt: ‚Ich möchte ein glücklicheres Leben haben‘, der muss einfach jemand anderem nur eine Freude machen und dann ist er glücklich. Also, das ist die Grunderkenntnis, die ich jedem, der ein Problem mit Glück hat, geben kann: Mach andere glücklich, glaub mir, du bist noch glücklicher.“
  • „Glücklich bin ich jetzt nicht wegen der finanziellen Freiheit, sondern wegen der Zeit, die ich mit Menschen verbringen kann, denen ich etwas bedeute, die mir etwas bedeuten und denen ich etwas Bedeutungsvolles mitgeben kann. Dafür hätte ich die finanzielle Freiheit gar nicht gebraucht. Aber dank der finanziellen Freiheit und der damit verbundenen freien Zeit kann ich diese Form des Glückes – für andere da zu sein und daraus selber zu profitieren – exzessiver ausleben.“
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