Bitcoin hat sein Mojo verloren – für den Moment
Was ist eigentlich bei Bitcoin los? Während Aktien fast ausnahmslos zulegten – der S&P 500 durchbrach sogar die Marke von 7.000 Punkten – schloss die Kryptowährung den Januar mit einem weiteren Verlust ab. Sie verlor fast elf Prozent. Es war der vierte Verlustmonat in Folge. Inzwischen steht der Bitcoin wieder ungefähr da, wo er beim Wahlsieg von Donald Trump notierte. Dabei tat keine US-Regierung bisher mehr zur Unterstützung von Krypto-Assets.
Die Verluste überraschen umso mehr, weil Bitcoin keinen der beiden großen Trends an den Finanzmärkten für sich nutzen kann. Weder profitiert die Kryptowährung von der allgemeinen „Risk-on“-Stimmung, die Aktien steigen lässt, noch hilft die Angst vor Inflation und Staatsverschuldung, die Gold und Silber in neue Höhen katapultiert hat. Die oft gepredigten Narrative des Bitcoins gehen derzeit nicht auf. Es sieht so aus, als hätte er sein Mojo verloren und würde in einer Identitätskrise stecken. Wenn es um Performance geht, ist er nicht die erste Wahl – und wenn es um Vermögensschutz geht, auch nicht. Wofür also sollte er dann ins Depot?
Die ETF-Abflüsse sprechen Bände: Allein in der vergangenen Woche zogen Investoren 1,5 Milliarden Dollar aus Bitcoin-ETFs ab. Solange es hier keine Trendumkehr gibt, wird jeder Erholungsversuch im Sande verlaufen.

Ich sehe die Lage aber nicht so negativ.