Zinserhöhung oder nicht? Zwei Termine entscheiden alles
Selten wurde eine Fed-Sitzung so gespannt erwartet wie das Treffen in gut zehn Tagen. Notenbank-Chef Kevin Warsh hat mit seiner Rede in Jackson Hole große Erwartungen geschürt. Er bekannte sich zum Inflationsziel und wies darauf hin, dass die Inflation nun schon seit 65 Monaten über diesem Ziel liegt und dass die Fed handeln müsse, wenn sich nichts an den Zahlen ändert. Die zentrale Aussage aus Warshs Rede lautete:
"Wir müssen zuversichtlich sein, dass sich die zugrunde liegende Inflation klar und mit ausreichender Geschwindigkeit auf unser Ziel zubewegt. Andernfalls haben wir noch Arbeit vor uns.“
Die Märkte sahen in der Rede einen klaren Hinweis auf eine Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung. Aber es bleiben Zweifel. Die Frage steht im Raum, ob Warsh wirklich einen Konflikt mit US-Präsident Donald Trump riskieren wird, der klar gegen eine Zinserhöhung ist. Außerdem ist offen, wie die anderen Mitglieder des FOMC abstimmen werden. Zuletzt waren nur drei Notenbanker für eine Zinsanhebung gewesen.

Doch vor allem gibt es noch zwei wichtige Veröffentlichungen. Sie können die Abstimmung des Gremiums noch entscheidend in die eine (keine Zinserhöhung) oder andere Richtung (Zinsschritt nach oben) beeinflussen.