Weg an die Fed-Spitze frei: Kevin Warsh und die riskante neue Geldpolitik

Weg an die Fed-Spitze frei: Kevin Warsh und die riskante neue Geldpolitik
Kevin Warsh; Quelle: Imago

Es ist die Woche der Zentralbanken: EZB und Fed werden über die Zinshöhe beraten. Mit einer Änderung rechnet keiner der Experten. Noch besteht die Hoffnung, dass der Ölpreis-Schock nur vorübergehend ist und keine Zweitrunden-Effekte hat. Allerdings zeigt sich bereits in China, wie sich das teure Öl abseits der Tankstellen bemerkbar macht. Exporteure haben die Preise für Produkte von Badebekleidung bis hin zu Klimaanlagen angehoben, da der Iran-Krieg die ölgebundenen Inputkosten steigen lässt.

Chinas Exporteure heben in einigen Produktkategorien die Preise an

Auch der Goldpreis signalisiert die Sorge, dass die Notenbanken die Zinsen anheben müssen. In den letzten sieben Tagen hat er fast vier Prozent verloren.

Die Fed durch diese schwierige Lage zu steuern, wird aber nicht mehr die Aufgabe von Jerome Powell sein. Die Sitzung am Mittwoch dürfte seine letzte als Fed-Chef sein. Der Weg für seinen Nachfolger Kevin Warsh ist frei. Senator Thom Tillis hat seinen Widerstand im Senate Banking Committee aufgegeben. Zuvor hatte das Justizministerium die Ermittlungen gegen Powell, wie von Tillis gefordert, eingestellt.

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