Der teure Blick auf die falschen Aktien

Der teure Blick auf die falschen Aktien
GettyImages / Cheng Xin

Auf dem Höhepunkt der Iran-Krise habe ich meine Chance genutzt und meine BASF-Aktien verkauft. Ich hatte vor ein paar Jahren angefangen, eine kleinere Position aufzubauen, angelockt von einer hohen Dividendenrendite von knapp fünf Prozent. Richtig glücklich hatte mich meine Beteiligung aber nie gemacht. Die Kursentwicklung enttäuschte und dann wurde auch noch die Dividende gekürzt. Als die Aktien dann im Zuge der Iran-Krise stiegen – da BASF unter der Blockade der Straße von Hormus kaum litt – verkaufte ich meine Position mit einem kleinen Gewinn.

Jetzt habe ich also ein bisschen Cash übrig, das ich reinvestieren kann. Doch ich mache es nicht – zu meinem eigenen Entsetzen. Überall um mich herum steigen die Kurse, aber ich warte ab. Warum? Ich kann mich nicht von meiner Schnäppchenjäger-Mentalität lösen. Deshalb starre ich die ganze Zeit auf die SAP-Aktie. Es ist einfach zu verlockend. In den letzten zwölf Monaten hat sich die Aktie fast halbiert. Sie notiert inzwischen so tief wie zuletzt 2024.

Jetzt kostenlos testen