Alle Augen auf den Dollar

Alle Augen auf den Dollar
US-Finanzminister Scott Bessent; Quelle: Imago

Die Rückkauf-Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent hallt an den Märkten weiter nach. Gold hat inzwischen die Marke von 4600 Dollar überwunden und Bitcoin ist auf dem Weg Richtung 80.000 Dollar. Etwas ruhiger ist es dagegen wieder um den Dollar geworden. Er hat einen Teil der Verluste wettgemacht und sich wieder ein bisschen von der Marke von 1,17 Dollar je Euro entfernt. Während ich diese Zeilen schreibe, kostet ein Euro rund 1,167 Dollar.

Doch es droht neuer Druck auf den Dollar und damit Unterstützung für den Debasement Trade. Bessent will heute Abend um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit in einer Pressekonferenz erklären, welche wirtschaftlichen Sanktionen die USA gegen den Iran nutzen wollen, um die Regierung in Teheran zurück an den Verhandlungstisch zu bekommen. In einem heute früh bereits veröffentlichten Gastbeitrag in der „Financial Times“ deutet Bessent an, dass die USA zu diesem Zweck wohl Sekundärsanktionen benutzen werden. Das heißt, dass sie alle Länder, die mit dem Iran weiterhin eine wirtschaftliche Beziehung pflegen, mit Sanktionen belegt werden.

Bessent bezeichnete im Vorfeld die Sanktionen als „die größte koordinierte wirtschaftliche Isolation in der Geschichte der Welt“. Dies folgt auf den Beitrag von Präsident Trump aus der vergangenen Woche, wonach „JEDES Land, das seinen Finanzinstituten, Unternehmen, Flughäfen oder staatlichen Einrichtungen erlaubt, dem Iran irgendeine Art von Rettungsanker zu bieten, selbst mit GEWALTIGEN wirtschaftlichen Konsequenzen konfrontiert sein wird.“ Bessent sprach zudem in dem Artikel in der FT von einem „wirtschaftlichen D-Day“.

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