SAP-Rivale verkündet Milliardendeal – und setzt voll auf KI
Salesforce hat die Übernahme der Plattform Fin für 3,6 Milliarden US-Dollar bekannt gegeben und setzt damit einen strategischen Schritt, um den Einsatz Künstlicher Intelligenz innerhalb der eigenen CRM-Kundenbasis deutlich zu beschleunigen. Insbesondere die jüngste Neuausrichtung von Fin auf den Einsatz eigener Large Language Models sowie eine ergebnisorientierte Preisgestaltung werden von Marktbeobachtern als wertvolle Ergänzungen für das gesamte CRM-Portfolio von Salesforce eingeschätzt.
Die Plattform Fin war bislang vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen erfolgreich im Einsatz, konnte jedoch zuletzt auch erste Erfolge im größeren Unternehmenssegment verzeichnen. Durch die Integration in Salesforce dürfte Fin seine Reichweite und technologische Entwicklung weiter ausbauen, was die Position von Salesforce im zunehmend wettbewerbsintensiven Markt für KI-gestützte CRM-Lösungen stärken könnte.
Das Analysehaus Jefferies bewertet die jüngsten Entwicklungen positiv und bestätigt die Einstufung der Salesforce-Aktie mit "Buy" sowie einem Kursziel von 250 US-Dollar. Analysten sehen in der Akquisition einen weiteren Impuls für das Wachstum und die Innovationsfähigkeit von Salesforce, insbesondere im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung von Künstlicher Intelligenz im Unternehmensumfeld.
Technische Analyse der Salesforce-Aktie

Wer in den letzten zwölf Monaten auf den US-CRM-Spezialisten Salesforce gesetzt hat, hat eine scharfe Talfahrt erlebt: Nach einem kurzen Höhenflug zu Jahresbeginn folgte ein drastischer Kursrutsch, der die Aktie von über 258 US-Dollar auf aktuell 166 US-Dollar drückte. Während der Dow Jones Industrial in derselben Zeit um mehr als 20 Prozent zulegte, verlor Salesforce fast 38 Prozent und hat damit deutlich an Boden verloren. Unsere Daten belegen, dass sich der Verkaufsdruck zuletzt nochmals beschleunigte – die Aktie notiert heute auf dem niedrigsten Stand der letzten zwölf Monate.
Salesforce: Kurs dürfte Abwärtstrend bestätigen
Das Risikoprofil von Salesforce gleicht einem nervösen Charakter: Mit einer annualisierten Volatilität von 38 Prozent schwankt der Cloud-Software-Anbieter fast dreimal so stark wie der Dow Jones und zeigte einen maximalen Drawdown von knapp 40 Prozent – eine Belastungsprobe, die der Index mit lediglich 10 Prozent Drawdown deutlich entspannter meisterte. Die Erholungsphasen fielen beim US-Technologieunternehmen kurz aus, die Rückschläge dafür umso heftiger. Wer hier investiert, braucht starke Nerven und einen langen Atem.
Technisch betrachtet hat sich Salesforce klar vom Kurs der Stärke verabschiedet: Der aktuelle Aktienkurs liegt mit 166 US-Dollar deutlich unter der 200-Tage-Linie bei 217 US-Dollar – ein Abstand von rund 24 Prozent nach unten. Die 200-Tage-Linie selbst zeigt seit Wochen nach unten, was den übergeordneten Abwärtstrend untermauert. Wir sehen klare Signale, dass der Verkaufsdruck auch technisch nicht nachlässt.
Unsere Modelle zeigen für die kommenden vier Wochen einen Korridor zwischen 137 und 190 US-Dollar, wobei der zentrale Erwartungswert bei minus 1,4 Prozent liegt. Die Wahrscheinlichkeit für eine nachhaltige Erholung bleibt angesichts der jüngsten Dynamik gering. Salesforce dürfte sich damit weiterhin im unteren Bereich der Prognose bewegen und den Abwärtstrend bestätigen.
