Rheinmetall-Chef Papperger greift nach Kurseinbruch beherzt zu

Rheinmetall-Chef Papperger greift nach Kurseinbruch beherzt zu
Mehr als drei Millionen Euro soll Rheinmetall-Chef Armin Papperger nach dem Kurseinbruch in eigene Aktien investiert haben INA FASSBENDER / AFP via Getty Images

Nach dem abrupten Ende des F126-Fregattenprojekts und den darauf folgenden Kursverlusten bei Rheinmetall hat Vorstandschef Armin Papperger Medienberichten zufolge mit einem außergewöhnlich großen Insiderkauf überrascht. Papperger investierte, so heißt es, mehr als drei Millionen Euro in eigene Aktien. Marktbeobachter werten dieses Engagement als klares Zeichen des Vertrauens in die Zukunft des Unternehmens. Eine offizielle Bestätigung steht jedoch noch aus.

Insidertransaktionen dieser Größenordnung werden von Investoren als Hinweis interpretiert, dass das Management den aktuellen Börsenwert für deutlich zu niedrig hält. Trotz des Rückschlags beim Fregattenprojekt sehen Analysten keinen grundlegenden Bruch im Geschäftsmodell von Rheinmetall. Die Mehrheit bleibt bei ihrer positiven Einschätzung des Konzerns.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Index-Radar.

So senkte das Analysehaus Jefferies zwar das Kursziel für Rheinmetall von 1890 auf 1300 Euro, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Auch Warburg Research reduzierte das Kursziel leicht auf 1500 Euro, bleibt jedoch ebenfalls beim Rating 'Buy'. Die Experten sehen die heftige Kursreaktion als überzogen an und bleiben für die mittelfristigen Perspektiven des Rüstungskonzerns grundsätzlich optimistisch.

Rheinmetall-Aktie in der Technik-Analyse

Rheinmetall - 4-Wochen-Prognosemodell - HotStocks von index-radar.de HotStocks von index-radar.de

Unsere Daten belegen, dass die Rheinmetall-Aktie in den vergangenen zwölf Monaten eine dramatische Talfahrt hingelegt hat. Nach mehreren abrupten Richtungswechseln und kurzen Erholungsphasen hat sich der Kurs zuletzt nahezu halbiert und notiert mit 964 Euro heute auf dem tiefsten Stand seit Langem – ein regelrechter Absturz im Vergleich zum DAX, der sich im gleichen Zeitraum sogar leicht im Plus behaupten konnte. Besonders der scharfe Abverkauf der letzten Wochen hat den Abwärtstrend zementiert und das Momentum endgültig auf die Seite der Verkäufer gezogen.

Keine Zeichen für Trendwende bei Rheinmetall-Aktie

Der aktuelle Kurs liegt mit rund 955 Euro weit unter der 200-Tage-Durchschnittslinie, die bei 1576 Euro verläuft – ein klares Zeichen für einen ausgeprägten Abwärtstrend. Die 200-Tage-Linie selbst zeigt steil nach unten und unterstreicht den anhaltenden Verkaufsdruck, der den Rüstungskonzern fest im Griff hat. Technisch betrachtet gibt es derzeit keine Anzeichen für eine nachhaltige Trendwende.

Unsere Modelle zeigen für die kommenden vier Wochen einen Kurskorridor zwischen 692 Euro und 1229 Euro, wobei die Prognose einen leichten Rückgang um 0,4 Prozent signalisiert. Die Schwankungsbreite bleibt also hoch, und kurzfristig ist mit weiteren Ausschlägen in beide Richtungen zu rechnen. Ein klarer Befreiungsschlag nach oben bleibt aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

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