Microsoft überrascht mit Rekordzahlen: Analysten sehen massives Kurspotenzial
Microsoft hat im zurückliegenden Quartal mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 17 Prozent auf 90 Milliarden US-Dollar die Prognosen deutlich übertroffen. Die operative Marge lag mit 45,1 Prozent ebenfalls über den Erwartungen, während das Wachstum in allen Geschäftsbereichen – insbesondere bei Azure und KI-Workloads – die oberen Enden der Prognose erreichte. Morningstar-Analyst Dan Romanoff sieht die Microsoft-Aktie angesichts dieser starken Zahlen weiterhin als klar unterbewertet an und bestätigt das hohe Kursziel von 600 US-Dollar.
Die Nachfrage nach Azure-KI-Diensten steigt rasant, das Azure-Umsatzwachstum lag im Quartal bei 43 Prozent und übertraf damit die Prognose von 39,5 Prozent. Auch die Auftragslage im Unternehmensbereich bleibt robust: Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen stiegen um 84 Prozent auf 678 Milliarden US-Dollar, wobei rund 30 Prozent davon im kommenden Jahr realisiert werden sollen. Trotz erhöhter Investitionen und Kapazitätsengpässen bleibt Azure der zentrale Wachstumstreiber für Microsoft.
Für das kommende Quartal erwartet Microsoft einen Umsatz von 90,4 Milliarden US-Dollar, eine operative Marge von 48,5 Prozent und ein Ergebnis je Aktie von 4,70 Dollar – alles leicht über den aktuellen Konsensschätzungen. Die Investitionsausgaben werden auf 50 Milliarden US-Dollar taxiert, was die Wachstumsambitionen im KI- und Cloud-Bereich unterstreicht. Morningstar bleibt bei seiner positiven Einschätzung und sieht die langfristigen Wachstumstreiber von Microsoft vor allem im Ausbau hybrider Cloud-Lösungen und der zunehmenden Akzeptanz von KI-Produkten.
Technische Analyse der Microsoft-Aktie von index-radar.de

Im Charaktertest zeigt sich die Aktie von ihrer launischen Seite: Mit einer annualisierten Volatilität von 32 Prozent ist der Wert deutlich nervöser als der Nasdaq 100, der nur auf 19 Prozent kommt. Der maximale Drawdown von knapp 35 Prozent innerhalb von 164 Tagen zeugt von heftigen Rückschlägen, während der Index mit einem Drawdown von 12 Prozent wesentlich besonnener blieb. Microsoft hat sich zwar zuletzt etwas gefangen, bleibt aber ein Kandidat für starke Ausschläge.
Der technische Blick offenbart: Der Windows-Hersteller notiert aktuell rund acht Prozent über seiner 200-Tage-Linie, die selbst seitwärts tendiert. Nach dem jüngsten Kurssprung ist die Distanz zur Durchschnittslinie so groß wie seit Monaten nicht mehr, was auf eine kurzfristige Überhitzung hindeutet. Trotz abnehmendem Verkaufsdruck bleibt der übergeordnete Abwärtstrend intakt.
Unsere Modelle zeigen für die nächsten vier Wochen einen Korridor zwischen 374 und 552 US-Dollar, mit einer mittleren Prognose von minus einem Prozent. Damit droht kurzfristig eher eine Seitwärtsbewegung mit erhöhter Schwankungsbreite. Der Cloud-Anbieter bleibt vorerst ein Spielball der Marktstimmung.

Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben von unserem Aktienklima Deutschland. Die Schwankungsgrenzen (“Prognose-Ränder”) berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.
Investment-Idee von index-radar.de
Auf die Microsoft-Aktie lässt sich derzeit mit einem Capped-Bonus-Zertifikat (WKN PJ1K21) eine attraktive Seitwärtsrendite erzielen. Das Papier kostet aktuell 318,5 Euro und zahlt am Laufzeitende 400 US-Dollar aus – ein Plus von 6,8 Prozent bzw. 9,2 Prozent p.a. Voraussetzung: Die Aktie berührt bis zum 17. Juni 2027 nicht die Barriere bei 300 US-Dollar. Kommt es doch zum Schwellenbruch, richtet sich die Rückzahlung nach dem Schlusskurs der Aktie am Bewertungstag – gedeckelt durch den Cap. Capped-Bonus-Zertifikate sind börsentäglich handelbar. Ein vorzeitiger Verkauf ist somit jederzeit möglich – etwa dann, wenn der Großteil des Ertrags bereits eingefahren wurde.