Die größte Sorge der Bayer-Anleger ist zurück

Die größte Sorge der Bayer-Anleger ist zurück
Bayer-CEO Bill Anderson Gettyimages

Die Bayer-Aktie verliert am Dienstag im Frankfurter Handel rund fünf Prozent und notiert bei rund 33 Euro – dem niedrigsten Stand seit einem halben Jahr. Ausschlaggebend für den Kurssturz sind schwindende Hoffnungen auf eine vorteilhafte Einigung im langwierigen Glyphosat-Streit, die zuvor für eine Erholung gesorgt hatten

Anleger reagieren zunehmend nervös auf die anhaltenden Rechtsunsicherheiten rund um das Unkrautvernichtungsmittel.

Bayer-Aktie: Experten halten weiteren Rückgang für möglich

Das Analysehaus Jefferies sieht die laufenden Gerichtsverfahren weiterhin als entscheidenden Risikofaktor für die Entwicklung des Bayer-Kurses. Sollte es zu einer ungünstigen Wendung in den Prozessen kommen, halten Experten einen weiteren Kursrückgang auf bis zu 30 Euro für möglich. Die Unsicherheit über den Ausgang der Klagen belastet die Stimmung am Markt spürbar.

Der jüngste Kursrutsch unterstreicht die anhaltende Skepsis der Investoren gegenüber Bayers Zukunftsperspektiven. Trotz früherer Hoffnungen auf eine Lösung im Glyphosat-Konflikt bleibt die Aktie unter erheblichem Druck. Marktbeobachter erwarten, dass die Rechtsstreitigkeiten das Bayer-Papier auch in den kommenden Monaten maßgeblich beeinflussen werden.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Index Radar.

Technische Analyse der Bayer-Aktie

Bayer - 4-Wochen-Prognosemodell - HotStocks von index-radar.de HotStocks von index-radar.de

Das Risikoprofil des Leverkusener Traditionsunternehmens liest sich wie das Tagebuch eines temperamentvollen Charakters: hohe Schwankungsbreite, ein maximaler Drawdown von mehr als 32 Prozent und eine annualisierte Volatilität, die den DAX mehr als doppelt so stark übertrifft. Rückschläge kamen heftig, die Erholungen jedoch ebenso kraftvoll, wobei die Aktie in ihrer Eigenwilligkeit kaum mit dem Index korreliert. Wer hier investiert, braucht starke Nerven und einen langen Atem.

Positive Überraschungen unwahrscheinlich

Technisch betrachtet pendelt der Aspirin-Hersteller aktuell knapp unter seiner 200-Tage-Linie, die bei 35,20 Euro liegt, nachdem der Kurs im Frühjahr noch deutlich darüber lag. Die Durchschnittslinie selbst steigt zwar noch leicht an, doch der Abstand zum aktuellen Kurs ist in den letzten Wochen deutlich geschrumpft.

Unsere Modelle zeigen für die kommenden vier Wochen einen Korridor zwischen 28 und 34 Euro, was einer prognostizierten Bandbreite von minus 15,3 bis plus 3,1 Prozent entspricht. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Rücksetzer überwiegt, der Spielraum für positive Überraschungen bleibt begrenzt.

Bayer - Performance vs. Banchmark - HotStocks von index-radar.de HotStocks von index-radar.de
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