Apple verzichtet in Europa auf seine wichtigste KI-Neuerung
Apple hat entschieden, die neueste Generation seines KI-basierten Sprachassistenten Siri auf iPhones und iPads in der Europäischen Union nicht verfügbar zu machen. Hintergrund ist ein Konflikt mit der EU-Kommission, die von Apple verlangt, den Zugang für KI-Assistenten anderer Anbieter vollständig zu öffnen – eine Forderung, die laut Apple die Privatsphäre der Nutzer gefährdet.
Auf Mac-Computern und der Vision Pro-Brille bleibt die neue Siri hingegen auch europäischen Nutzern erhalten, da Apple in diesen Bereichen nicht als marktbeherrschender "Gatekeeper" gilt.
Apple verdrängt Samsung vom Smartphone-Thron
Apple betont, dass die neue Siri besonders datenschutzfreundlich konzipiert sei und weder der Konzern selbst noch externe Anbieter Zugriff auf Nutzerdaten erhalten.
Bereits im vergangenen Jahr habe Apple der EU-Kommission einen technischen Lösungsvorschlag unterbreitet, der den Anforderungen des Digital Markets Act (DMA) gerecht werden und gleichzeitig den Datenschutz wahren sollte – dieser sei jedoch abgelehnt worden.
Die neue Siri wurde auf der Entwicklerkonferenz WWDC vorgestellt und soll durch tiefe Integration ins Nutzerleben sowie eine eigenständige App neue Maßstäbe setzen. Zunächst startet die KI-Siri nur auf Englisch, weitere Sprachen und eine breite Einführung sind für Herbst geplant.
Trotz Verzögerungen bei der KI-Integration konnte Apple seine Geräteverkäufe zuletzt steigern und den langjährigen Konkurrenten Samsung vom Smartphone-Thron verdrängen.
Apple-Aktie in der technische Analyse

Der Kurs des Kult-Konzerns aus Cupertino hat in den vergangenen zwölf Monaten ein beeindruckendes Tempo vorgelegt: Nach einem kraftvollen Schub von Sommer bis Winter, gefolgt von zwei kurzen, aber markanten Rücksetzern, hat sich die Aktie erneut aufgerappelt und notiert heute bei 300 US-Dollar – ein sattes Plus von 50 Prozent auf Sicht der letzten zwölf Monate.
Damit lässt das Tech-Schwergewicht den Nasdaq 100 klar hinter sich und beweist, dass Innovationskraft und Marktmacht derzeit eine seltene Allianz eingehen. Die jüngsten Monate zeigen: Wer Apple unterschätzt, übersieht die Dynamik eines Trends, der sich mit zunehmender Geschwindigkeit nach oben schraubt.
Apple bleibt ein Taktgeber im Tech-Sektor
Technisch betrachtet spielt der Kurs aktuell weit über der 200-Tage-Linie, die selbst mit steigendem Schwung nach oben zeigt – ein klares Signal für einen intakten und beschleunigten Aufwärtstrend. Die Distanz zur Durchschnittslinie ist aktuell markant, was kurzfristig Luft nach oben, aber auch Spielraum für Korrekturen lässt. Unsere Daten belegen: Apple bleibt in technischer Hinsicht ein Paradebeispiel für Stabilität im Aufwärtstrend.
Unsere Modelle zeigen für die kommenden vier Wochen einen Zielkorridor zwischen 282 US-Dollar und 322 US-Dollar – der aktuelle Trend spricht für eine Fortsetzung der Bewegung, wenn auch mit erhöhter Schwankungsbreite.
Die Prognose bleibt konkret: Apple dürfte sich in diesem Spektrum behaupten, wobei kurzfristige Ausschläge in beide Richtungen einkalkuliert werden müssen. Ein Blick auf die Daten unterstreicht: Der Kult-Konzern bleibt ein Taktgeber im Tech-Sektor – und das mit Nachdruck.
