Analystin: Wer jetzt auf Rheinmetall setzt, profitiert 2027

Analystin: Wer jetzt auf Rheinmetall setzt, profitiert 2027
Rheinmetall-CEO Armin Papperger Imago

Europäische Rüstungsaktien wie Rheinmetall und Renk haben im laufenden Jahr rund die Hälfte ihres Werts gegenüber ihren Höchstständen verloren und stehen damit unter verstärkter Beobachtung kritischer Investoren. Branchenexperten sehen jedoch attraktive Einstiegschancen auf dem aktuellen Bewertungsniveau, auch wenn eine nachhaltige Erholung noch auf sich warten lässt. Besonders Rheinmetall gilt laut Analysten als Favorit.

Loredana Muharremi, Aktienanalystin bei Morningstar, erwartet in einem aktuellen Beitrag eine spürbare Stimmungsaufhellung erst gegen Ende 2026, bevor 2027 ein kräftiger Aufschwung einsetzt.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Index-Radar.

Sie rechnet mit einer Beschleunigung der Beschaffungsaktivitäten, vor allem in Deutschland, da immer mehr Rahmenvereinbarungen in feste Verträge münden und zusätzliche Produktionskapazitäten genutzt werden.

Rheinmetall, BAE und Leonardo laut Analystin besonders attraktiv

Steigende Produktionszahlen und die bessere Auslastung der Werke dürften sich anschließend positiv auf Umsatz, Margen und Cashflow der Unternehmen auswirken.

Muharremi rät Anlegern weiterhin zur selektiven Titelauswahl, da nicht alle Unternehmen gleichermaßen vom erwarteten Aufschwung profitieren dürften. Ihre Favoritenliste umfasst aktuell Rheinmetall, BAE und Leonardo, die bei den aktuellen Bewertungen als besonders attraktiv gelten. Bis zur erhofften Erholung bleibt Geduld gefragt – doch die Perspektiven für den Sektor hellen sich allmählich auf.

Technische Analyse der Rheinmetall-Aktie

Rheinmetall - 4-Wochen-Prognosemodell - HotStocks von index-radar.de HotStocks von index-radar.de

Der Rüstungskonzern hat in den vergangenen zwölf Monaten eine Talfahrt hingelegt: Nach kurzen Höhenflügen im Herbst 2025 folgte ein abrupter Kurswechsel, der sich spätestens seit dem Jahreswechsel als handfester Abwärtstrend manifestiert hat.

Während der DAX auf Jahressicht leicht zulegen konnte, sackte die Aktie des Düsseldorfer Konzerns um satte 46 Prozent ab – der aktuelle Kurs von 978 Euro markiert ein Niveau, das zuletzt im Frühjahr 2024 gesehen wurde. Unsere Daten belegen, dass sich der Verkaufsdruck seit Mai 2026 nochmals deutlich verschärft hat und die Erholung bislang ausblieb.

Verkaufsdruck hält bei Rheinmetall unvermindert an

Technisch betrachtet notiert die Aktie derzeit weit unterhalb ihrer 200-Tage-Linie, die bei 1508 Euro verläuft – ein klares Signal für einen etablierten Abwärtstrend. Die Distanz zum gleitenden Durchschnitt ist aktuell so groß wie seit Monaten nicht mehr, und die 200-Tage-Linie selbst zeigt weiterhin nach unten. Unsere Modelle zeigen, dass der Verkaufsdruck unvermindert anhält und bislang keine Bodenbildung erkennbar ist.

In den kommenden vier Wochen erwarten wir eine Fortsetzung der Schwäche: Die Prognose sieht den Kurs klar im Bereich zwischen 653 Euro und 1109 Euro, mit einer zentralen Erwartung von weiteren knapp 10 Prozent Rückgang. Der Düsseldorfer Konzern bleibt damit im Korridor massiver Schwankungen gefangen, wobei das Risiko tieferer Kurse dominiert.

Rheinmetall - Performance vs. Banchmark - HotStocks von index-radar.de HotStocks von index-radar.de

Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben von unserem Aktienklima Deutschland. Die Schwankungsgrenzen ("Prognose-Ränder") berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.

Investment-Idee von index-radar.de

Auf die Rheinmetall-Aktie lässt sich derzeit mit einem Capped-Bonus-Zertifikat (WKN UN8CH3) eine attraktive Seitwärtsrendite erzielen. Das Papier kostet aktuell 966 Euro und zahlt am Laufzeitende 1350 Euro aus – ein Plus von 39,8 Prozent bzw. 44,3 Prozent p.a. Voraussetzung: Die Aktie berührt bis zum 18. Juni 2027 nicht die Barriere bei 800 Euro. Kommt es doch zum Schwellenbruch, richtet sich die Rückzahlung nach dem Schlusskurs der Aktie am Bewertungstag – gedeckelt durch den Cap. Capped-Bonus-Zertifikate sind börsentäglich handelbar. Ein vorzeitiger Verkauf ist somit jederzeit möglich – etwa dann, wenn der Großteil des Ertrags bereits eingefahren wurde.

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