Dank KI-Boom: Amazon-Aktie schießt nach starkem Quartal auf neues Hoch
Amazon hat mit seinen Zahlen für das zweite Quartal 2026 die Erwartungen der Märkte klar übertroffen: Der Gewinn je Aktie stieg von 1,68 auf 5,75 US-Dollar und lag damit weit über den Prognosen, während der Umsatz um 20 Prozent auf 200,6 Milliarden US-Dollar zulegte. Besonders die Cloud-Sparte AWS sorgte mit einem Umsatzplus von 37 Prozent auf 42,2 Milliarden Dollar für positive Impulse und profitierte massiv vom anhaltenden KI-Trend. Analysten zeigen sich beeindruckt: Jefferies, RBC, UBS und DZ Bank erhöhten ihre Kursziele teils deutlich auf bis zu 335 US-Dollar und sehen weiteres Potenzial.
Die Investitionen in den Ausbau der KI-Infrastruktur steigen angesichts gestiegener Speicherchip-Preise auf 220 Milliarden US-Dollar, doch die Analysten sehen diese Ausgaben als gerechtfertigt angesichts der enormen Nachfrage. Der Auftragsbestand in der AWS-Sparte wuchs um 132 Milliarden Dollar, was laut Experten eine hohe Visibilität der Umsätze bis mindestens 2028 garantiert. Zudem wurden die Umsatz- und Ergebnisprognosen für die kommenden Jahre nach oben korrigiert, da Amazon sowohl im Handels- als auch im Cloud-Geschäft weiter von der Dynamik des KI-Booms profitiert.
Die Aktie reagierte entsprechend positiv und sprang nach Bekanntgabe der Zahlen am zurückliegenden Freitag um mehr als 14 Prozent auf den höchsten Stand seit Mai. Analysten wie Brad Erickson von RBC und Brent Thill von Jefferies sprechen von einem Quartal ganz im Sinne der Bullen und erwarten weiteres Wachstum, insbesondere durch den Ausbau der Cloud-Sparte. Trotz hoher Investitionen bleibt Amazon für viele Experten ein Top-Pick im Technologiesektor, da die Nachfrage nach Cloud- und KI-Leistungen ungebrochen stark ist.
Technische Analyse der Amazon-Aktie von index-radar.de

Der Online-Handelsgigant hat in den vergangenen zwölf Monaten eine bemerkenswerte Gratwanderung zwischen Geduld und plötzlicher Dynamik hingelegt: Nach einem soliden Start und einer kurzen Euphoriephase im Herbst 2025 folgte ein abrupter Dämpfer, bevor die Aktie ab April 2026 mit einem kräftigen Sprung auf neue Höhen kletterte. Seitdem bestimmen schnelle Richtungswechsel das Bild, doch der Trend bleibt leicht aufwärtsgerichtet – die jüngste Erholung katapultierte den Kurs auf 274 US-Dollar zum heutigen Stichtag.
Der technische Blick auf den Kursverlauf offenbart: Der Cloud-Marktführer notiert heute klar über seiner 200-Tage-Linie, die aktuell bei 235 US-Dollar verläuft. Der Abstand zum gleitenden Durchschnitt ist mit rund 17 Prozent beachtlich, was auf eine Überhitzung hindeutet, während die Linie selbst nach einer längeren Seitwärtsphase nun wieder leicht ansteigt. Damit signalisiert das Chartbild kurzfristig Stärke, mahnt jedoch zur Vorsicht, da der Abstand zum Mittelwert historisch hoch ist.
Unsere Modelle zeigen für die kommenden vier Wochen einen neutralen bis leicht negativen Trend: Die Prognose bewegt sich mit minus 0,3 Prozent nahe der Nulllinie, der Korridor reicht von 219 bis 328 US-Dollar. Damit bleibt das Risiko für abrupte Richtungswechsel hoch, während nach oben wie nach unten ausreichend Bewegungsspielraum besteht. Wer auf kurzfristige Stabilität hofft, wird bei Amazon wohl auch im August 2026 kaum zur Ruhe kommen.

Unser Vorhersagemodell für die kommenden vier Wochen berücksichtigt saisonale Trends aus vergleichbaren Perioden der vergangenen Jahrzehnte, zyklische Muster und die Vorgaben von unserem Aktienklima Deutschland. Die Schwankungsgrenzen (“Prognose-Ränder”) berechnen wir aus der aktuellen impliziten Volatilität von Calls und Puts, sie basieren somit auf der in Optionsprämien eingepreisten Erwartung der Investoren.
Investment-Idee von index-radar.de
Auf die Amazon-Aktie lässt sich derzeit mit einem Capped-Bonus-Zertifikat (WKN UN8KZD) eine attraktive Seitwärtsrendite erzielen. Das Papier kostet aktuell 267,8 Euro und zahlt am Laufzeitende 320 US-Dollar aus – ein Plus von 19,5 Prozent bzw. 22,6 Prozent p.a. Voraussetzung: Die Aktie berührt bis zum 18. Juni 2027 nicht die Barriere bei 220 US-Dollar. Kommt es doch zum Schwellenbruch, richtet sich die Rückzahlung nach dem Schlusskurs der Aktie am Bewertungstag – gedeckelt durch den Cap. Capped-Bonus-Zertifikate sind börsentäglich handelbar. Ein vorzeitiger Verkauf ist somit jederzeit möglich – etwa dann, wenn der Großteil des Ertrags bereits eingefahren wurde.